Was ist Schmerztherapie
Das Schmerztherapiekonzept nach Hockenholz (entwickelt von Florian Hockenholz) ist ein ganzheitliches Diagnose- und Behandlungssystem, das vor allem in der Ergotherapie und Physiotherapie eingesetzt wird. Es basiert auf einem speziellen Ebenen-Modell, um die Ursachen von akuten und chronischen Schmerzen systematisch zu identifizieren und zu therapieren.
Konzeption „Ganzheitlichkeit“
Der Kern des Konzepts besteht darin, den Körper in einer festgelegten Reihenfolge auf verschiedenen Ebenen zu untersuchen, da Schmerz oft nicht nur dort entsteht, wo er gefühlt wird.
- Lokale Ebene: Untersuchung und Behandlung der schmerzenden Struktur (z. B. Gelenk oder Muskel).
- Fasziale Ebene: Einbeziehung des Bindegewebes (Faszien) und der Kettenreaktionen, die Spannung durch den gesamten Körper, über fasziale Ketten leiten und über Sehnenplatten weitergeben kann.
- Segmentale Ebene: Überprüfung der nervalen Versorgung über die Wirbelsäule.
- Vegetative Ebene: Berücksichtigung des unbewussten Nervensystems (z. B. Stressreaktionen).
- Viszerale Ebene: Untersuchung der Wechselwirkungen mit inneren Organen.
- psycho-emotionale Ebene: Schmerz kann durch Stress, psychische und soziale Faktoren verstärkt werden.
- energetische Ebene: Ergänzt wird das Modell durch Aspekte der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).
Ziel
Wiederherstellung der physiologischen Bewegung, Verdeutlichung der Selbstwirksamkeit, Linderung von Schmerz und Verbesserung der Handlungsfähigkeit im Alltag. Im Fokus: Bewegung, Bewegung, Bewegung. Patienten werden aktiv in den Genesungsprozess eingebunden, der nur durch Aktivität nachhaltig gestaltet werden kann.